Schwarze Kugel auf hellem Untergrund

Neueinführung eines effizienten Montagekonzepts

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die vielfältigen Herausforderungen, denen sich Unternehmen im Bereich der Montageprozesse stellen müssen. Wir zeigen die Einführung eines effizienten Montagekonzepts, um diese Aufgabe erfolgreich zu meistern.

In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen findet eine Werkbankfertigung statt. Das bedeutet, mehrere Monteure sind damit beschäftigt, Teile herzustellen und zusammenzubauen. Doch irgendwann gelangt die Werkbankfertigung an ihre Grenzen. Dadurch entstehen Verzögerungen bei der Produktion. Deshalb ist es für viele mittelständische Unternehmen empfehlenswert, eine Linienfertigung oder Fließfertigung einzuführen. Diese spart zumeist sehr viel Zeit und erhöht dadurch die Effizienz.

Ein neues Konzept für die Montage etablieren

In erster Linie geht es darum, die Ausbringmenge an den jeweiligen Kundentakt anzupassen. Das gelingt am besten, indem die erforderliche Zeit für die Herstellung der Produkte verringert wird. Mit einer Linienfertigung lässt sich sehr viel Zeit einsparen und dadurch die Ausbringmenge deutlich erhöhen. Die Wartezeiten verringern sich durch den engeren Kundentakt und das Unternehmen erzielt höhere Umsätze. Diese bedeuten in den meisten Fällen auch höhere Gewinne.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Erstellung eines Montagekonzepts?

Sofern der derzeitige Kundentakt mit der herkömmlichen Werkbankfertigung nicht mehr erreicht werden kann, muss ein neues Montagekonzept eingeführt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass das Unternehmen über kurz oder lang auf der Strecke bleibt und sich nicht mehr gegenüber der Konkurrenz behaupten kann. Bei der Einführung der Linienfertigung oder der Fließfertigung besteht die größte Herausforderung darin, die einzelnen Arbeitsschritte zeitlich abzugleichen. Das bedeutet, wenn in einem Arbeitsschritt ein Teil montiert wird, darf diese Arbeit nicht länger dauern wie der nachfolgende Arbeitsschritt. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass der gesamte Montageprozess in logistische Abläufe mit gleicher Dauer eingeteilt wird.

Das passende Montagekonzept ermitteln

Es gibt verschiedene Herangehensweisen, um den kompletten Montageprozess in mehrere logistische Abläufe einzuteilen. Es beginnt in der Regel mit einer MTM-Zeitanalyse. Dabei müssen jedoch die wertschöpfenden Tätigkeiten sowie die nichtwertschöpfenden Tätigkeiten berücksichtigt werden. Das ist schon eine entscheidende Voraussetzung, um ein neues Montagekonzept einzuführen.

Im nächsten Schritt sollte ein Taktzeitdiagramm erstellt werden. In diesem wird die Reihenfolge der einzelnen Montageschritte sowie die jeweilige Zeit für jeden einzelnen Schritt festgelegt. Dabei ist auch der Entfernungsbereich zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten von Bedeutung. Zudem sollten die Körperbewegungen der Monteure Berücksichtigung finden. In keinem Abschnitt sollte es zu übermäßiger körperlicher Anstrengung kommen. Im Idealfall sind die Körperbewegungen in jedem Schritt der Montage ausgeglichen. Deshalb müssen diese Werte ebenfalls mit in dem Taktzeitdiagramm aufgenommen werden.

Selbstverständlich muss auch ein geeignetes Montagelayout erstellt werden. Die Layouts müssen unbedingt zu den logistischen Abläufen sowie zu dem jeweiligen Arbeitsumfeld passen. In jedem Bereich sollten daher die erforderlichen Werkzeuge und Vorrichtungen vorhanden sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass das neue Montagekonzept auch den gewünschten Erfolg bietet. Jeder einzelne Arbeitsplatz muss so gestaltet sein, dass der Monteur nur wenige Handgriffe zu erledigen hat und sich die Körperbewegungen in Grenzen halten.

Ist für jeden Montageschritt ein entsprechendes Arbeitsumfeld eingerichtet, sollte es auch eine gute und übersichtliche Einteilung der einzelnen Baugruppen geben. Beispielsweise können Baugruppen nach DIN Normen eingeteilt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass innerhalb des Unternehmens eigene Normen eingeführt werden, um den Materialfluss und die Arbeitszeit zu optimieren.

An jedem Arbeitsplatz sollten zudem Flächen eingerichtet werden, die zur Bereitstellung der Werkstücke sowie der benötigten Materialien dienen. Diese sollten in greifbarer Nähe des jeweiligen Monteurs liegen, um die Körperbewegungen zu verringern. Falls mit schweren Werkstücken gearbeitet wird, sollte zusätzlich Ladehilfsmittel zur Verfügung stehen. Nur so lässt es sich vermeiden, dass Mitarbeiter aufgrund von übermäßiger Belastung ausfallen. Zudem bereitet die Arbeit mehr Spaß, wenn nicht dauernd schwere Teile gehoben und transportiert werden müssen. Ein ordentlich eingerichtetes Arbeitsumfeld ist auch vorteilhaft für die Motivation der Mitarbeiter. Nur motivierte Angestellte arbeiten gerne und erbringen die Leistung, die von ihnen erwartet wird. Auch daran sollte bei der Gestaltung der jeweiligen Arbeitsplätze gedacht werden.

Es ist auch sehr wichtig, dass die verfügbaren Ladehilfsmittel in den Montageprozess integriert werden. Sie sollten so beschaffen sein, dass sie nicht zu einer Verzögerung führen und dadurch negative Auswirkungen auf das gesamte Montagekonzept haben.

Beispiele für Lösungsansätze

Empfehlenswert ist es, die gesamte Montage in die drei Unterbereiche Vormontage, Hauptmontage und Endmontage einzuteilen. Gelangen vormontierte Bauteile in die Hauptmontage, wird in dem Bereich deutlich weniger Zeit verbraucht. Erst zum Schluss erfolgt die Endmontage. Neben der Optimierung der Arbeitsschritte bringt eine solche Einteilung noch einen weiteren Vorteil. Dieser liegt in der Steigerung der Qualität. Nach jedem Bearbeitungsabschnitt kann eine interne Qualitätskontrolle eingerichtet werden.

Komponenten, die bereits nach der Vormontage Fehler aufweisen, brauchen gar nicht erst in der Hauptmontage bearbeitet werden. Damit würde nur unnötige Arbeitszeit vergeudet werden. Eine weitere Kontrolle sollte nach der Hauptmontage durchgeführt werden. Dadurch gelangen ausschließlich hochwertige Bauteile in die Endmontage. Aber auch danach sollte eine abschließende Qualitätskontrolle durchgeführt werden.

Da die Hauptmontage immer den größten Arbeitsaufwand erfordert, kann es in einigen mittelständischen Unternehmen sinnvoll sein, zwei parallel arbeitende Hauptmontagen einzurichten. Dann ist ein deutlich höherer Kundentakt möglich. Das bedeutet, dass die Ausbringungsmenge pro Schicht verdoppelt werden kann. Zudem bieten zwei parallel laufende Hauptmontagen eine höhere Flexibilität. Werden vorübergehend weniger Teile benötigt, kann eine Hauptmontage zeitweise geschlossen werden.

Ein wichtiger Aspekt besteht immer darin, dass es einen kontinuierlichen Materialfluss gibt. Wird dieser nur kurzfristig unterbrochen, kommt mitunter die gesamte Montage zum Erliegen. Deshalb gehört zu einem guten Montagekonzept auch immer ein ausgeklügeltes Logistikkonzept. Die Materialverfügbarkeit ist bei jedem einzelnen Arbeitsabschnitt ein wichtiges Kriterium für den Erfolg. Hapert es an der Materialbereitstellung, funktioniert das gesamte Konzept nicht.

Des Weiteren ist der Transport der einzelnen Baugruppen von einem Bearbeitungsschritt zum nächsten von Bedeutung. Nicht immer ist es möglich, ein bearbeitetes Bauteil direkt an den Kollegen weiter zu geben, der den nächsten Bearbeitungsschritt vornimmt. Deshalb sind Transportwagen oder ähnliche Hilfsmittel wichtig, damit keine Zeit für die Weitergabe der Bauteile verloren geht.

Unser Leistungsangebot

Zur Erstellung eines funktionierenden und effizienten Konzepts zur Montage bieten wir die MTM-Planungsanalyse an. Dabei werden sämtliche betrieblichen Abläufe erfasst und ausgewertet. Im ersten Schritt werden sämtliche nicht wertschöpfenden Tätigkeiten unter die Lupe genommen, um diese zu prüfen und gegebenenfalls zu eliminieren. Als weiteres wichtiges Leistungsangebot stellen wir die MTM-Zeitanalysen zur Verfügung. Dabei wird die Zeit erfasst, die für die einzelnen Handgriffe bei der Montage an jeder einzelnen Montagestation benötigt wird. Diese Analyse ist wichtig, um den Montageprozess in sinnvolle Arbeitsschritte einzuteilen, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Aus den ermittelten Daten erstellen wir ein Montagekonzept, das auf das jeweilige Unternehmen perfekt abgestimmt ist und deshalb für eine Optimierung sorgt. Wir bieten allen Unternehmen eine 360-Grad-Betreuung und helfen gerne bei der Umsetzung. Dadurch werden kleine und mittelständische Unternehmen fit für die Zukunft. Hier erhalten Sie mehr Informationen zu unserem Montagekonzept.

Performance mit Nachhaltigkeit

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